FSJ-ler*innen

 

Hallo! Wer mich noch nicht kennt: Mein Name ist Alisha Hemmes, ich bin 20 Jahre alt und seit Anfang des Schuljahres FSJlerin am SMG. Ich war selbst neun Jahre Schülerin auf dem SMG, bis ich dieses mit dem Abitur im März 2020 verlassen habe. Mein eigentlicher Plan nach der Schulzeit, war es zu reisen. Durch die Corona-Krise war dies jedoch leider nicht möglich. Alternativ habe ich mich dafür entschieden, schon einmal Erfahrungen für meine Zukunft zu sammeln. Bereits in meiner eigenen Schulzeit habe ich oft mit Kindern und Jugendlichen zusammengearbeitet und bin zu dem Entschluss gekommen, selbst einmal Lehrerin zu werden. Ich treffe mich in meiner Freizeit oft mit Freunden und lerne gerne neue Leute kennen. Zudem ist Musik eine große Leidenschaft von mir und ich liebe es zu singen und zu tanzen. Ich freue mich auf die kommende Zeit und hoffe auf eine gute Zusammenarbeit!

 

Hallo, mein Name ist Mohammed Mukhtar Latifi, ich bin 20 Jahre alt und seit Anfang August FSJler am SMG. Ich komme aus Afghanistan und bin seit 2016 hier in Deutschland. Derzeit wohne ich in Bingen. Dieses Jahr habe ich meine Mittlere Reife auf der BBS in Ingelheim gemacht. Dadurch, dass ich noch keinen Ausbildungsplatz gefunden habe, wollte ich gerne das FSJ als Orientierung nutzen, um herauszufinden, welche berufliche Richtung ich einschlagen möchte. In meiner Freizeit treffe ich mich oft mit meinen Freunden und bin Mitglied des Ockenheimer Fußballvereins. Ich freue mich auf die Zeit am SMG und darauf, neue Erfahrungen zu sammeln.

 

 

 

 

 

Erfahrungsbericht des freiwilligen sozialen Jahres

 

Von Lena auf der Springe und Jakob Brisbois (ehemalige FSJ-ler*innen am SMG)

Ein freiwilliges soziales Jahr an einem der größten Gymnasien in Rheinland-Pfalz: Das ist ein Vorhaben, vor dem wir beide durchaus Respekt hatten. Schon als wir beim Hospitieren am Ende des vorangegangenen Schuljahres die ersten Eindrücke sammeln konnten, wurde uns bewusst, was für eine große Aufgabe vor uns lag.

Unsere erste Herausforderung als FSJ-ler bestand darin, unsere eigenen Rollen zu finden und auszustrahlen.
Wir sind nicht nur Autoritätsperson und Vorbild, sondern gleichzeitig auch Freund und Ansprechpartner für die Schüler.

Diese Hürde meisterten wir, wodurch wir ein entspanntes Umfeld zwischen uns, den Schülerinnen und Schülern und dem Kollegium schafften.

Bei Ausflügen, Gesamtkonferenzen und weiteren schulischen Veranstaltungen durften wir teilnehmen und so etwas hinter die Kulissen einer Schule schauen.            
Auch wöchentliche Teamsitzungen mit Frau Gieseler, Frau Engel und der Schulsozialarbeiterin Frau Guzman gaben uns die Möglichkeit, die Ganztagsschule besser zu begreifen und aktiv mitzugestalten.

Unser Tag startete um etwa 7:30 Uhr mit dem Anmelden im Sekretariat und dem Verteilen der Lehrerpost. Anschließend gingen wir in den GTS-Raum, welcher gleichzeitig unser Büro war, und betreuten die Kinder, die die erste Stunde frei hatten.             
Vormittags verbrachten wir die Zeit immer unterschiedlich. Wir halfen den Hausmeistern, sortierten Unterlagen im Sekretariat, begleiteten den Unterricht oder bereiteten unsere eigenen Projekte vor. Auch in der Schulbuchausleihe und bei den Abiturvorbereitungen unterstützten wir die Kolleginnen und Kollegen, wo wir konnten.

Um 12:00 Uhr begaben wir uns in die Mensa. Dort führten wir nicht nur Aufsicht, sondern nutzten auch die Zeit um mit den Schülerinnen und Schülern ins Gespräch zu kommen und gemeinsam zu essen.
Neben dem Spielen von Wikingerschach und Tischtennis hatten wir für die Schülerinnen und Schüler immer ein offenes Ohr und boten eine Anlaufstelle bei Problemen.

Nach der siebten Stunde leiteten wir entweder alleine oder zusammen mit einer älteren Schülerin oder einem älteren Schüler verschiedene AGs. Wir hatten dabei die Möglichkeit, bereits vorhandene AG-Angebote aufzugreifen oder unsere eigenen zu entwickeln. Dabei konnten wir selbstständig arbeiten und uns aber auch jederzeit an Frau Gieseler wenden.

Die letzte Stunde verbrachten wir damit, die Lehrerinnen und Lehrer in der Lernzeit zu unterstützen. Die Kinder arbeiteten eigenständig an Projekten, erledigten Hausaufgaben oder nahmen am offenen Unterricht teil. Wir hatten somit die Möglichkeit, den Kindern beim Arbeiten zu helfen und den Lehrerinnen und Lehrern etwas Arbeit abzunehmen.

Trotz der Routine hatten wir also einen abwechslungsreichen Alltag.   
Die anfänglichen Bedenken haben sich mittlerweile in Sicherheit und Optimismus gewandelt.

Die Freiheiten, die wir hatten, gaben uns die Möglichkeit, unsere eigenen Ideen umzusetzen und uns im eigenständigen Arbeiten zu üben. Durch die enge Zusammenarbeit mit den Fachkräften im GTS-Bereich hatten wir außerdem immer ein angenehmes Team hinter uns.

Unser Jahr am SMG hat uns also nicht nur viele neue Kompetenzen geschenkt, sondern war auch durchaus eine sehr schöne Zeit. Das Team sowie die Kinder werden wir sehr vermissen und wir sind dankbar, diese Zeit erlebt zu haben.

Eure Lena, euer Jakob