3. Platz im Bundeswettbewerb "Jugend forscht" für Tobias Hauf

Tobias Hauf gewinnt im 53. Bundeswettbewerb von "Jugend forscht" den 3. Preis im Fachgebiet „Geo- und Raumwissenschaften“ sowie einen Sonderpreis für eine Arbeit zum Thema „Zukunftsorientierte Technologien“ der Bundesministerin für Bildung und Forschung Anja Karliczek.

Immer mehr Plastikmüll verschmutzt unsere Ozeane. Selbst Kunststoffe, die grundsätzlich biologisch abbaubar sind, erweisen sich im Meer als sehr beständig, da dort zum einen die für den Zersetzungsprozess nötigen Bakterien fehlen und zum anderen die ebenfalls erforderliche UV-Strahlung vom Wasser abgeschirmt wird. Tobias Hauf machte sich daher auf die Suche nach einem Kunststoff, der auch im Meer abgebaut werden kann. Nach theoretischen Vorüberlegungen kam er auf Polylactide (PLA), das sind Milchsäureverbindungen. Der Jungforscher wählte zehn verschiedene Kunststoffe aus, darunter zwei PLA-Sorten, die er Meerwasser aussetzte. Über ein halbes Jahr protokollierte er den Zerfall, der bei PLA tatsächlich schnell voranschritt. Wenn die Industrie künftig verstärkt auf diesen Kunststoff setzt, könnten die Ozeane wieder sauberer werden.

[Quelle: Festschrift des 53. Bundeswettbewerbs von Jugend forscht, Darmstadt, 24.-27.05.2018, S.34]