Sebastian Münster

Namenspatron des Ingelheimer Gymnasiums


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Übertragung der Inschrift auf seinem Epitaph ins Neuhochdeutsche, 

Übersetzung der lateinischen Inschrift und Erläuterungen

"Sebastianus Munsterus ist in diese Welt geboren worden im Jahr unseres Herren Christi 1489 <richtig ist wahrscheinlich 1488, Burmeister> zu Ingelheim in der Pfalz, wo auch im Jahr 742 Kaiser Karl der Große geboren wurde <hier irrt die Kosmographie!>.

Im Jahr 1529 zur Zeit der Kirchenreformation kam er mit Herrn Simon Grynaeus nach Basel und wurde dort Professor der hebräischen Sprache. Dort hat er auch neben vielen anderen herrlichen Büchern dieses vortreffliche Werk der Kosmographie geschrieben. Er starb an der Pest im Jahr 1552 mit 62 Jahren und wurde in der Domkirche begraben. Dort wurde ihm zu Ehren das beigefügte Epitaph (Grabinschrift) errichtet:

DER DEUTSCHE ESRA UND STRABO LIEGT HIER BEGRABEN.

WENN DU MEHR WISSEN WILLST, DANN WIRST DU ERFAHREN:

SEBASTIAN MUNSTERUS AUS INGELHEIM

THEOLOGE UND KOSMOGRAPH,

UNTER DEN ERSTEN DER GRÖSSTE,

HAT DEM FEST DER HIMMELFAHRT

IM JAHRE DES HEILS 1552

ÄLTER ALS 60 JAHRE, DURCH EINEN FROMMEN TOD

GLANZ VERLIEHEN."

 

Das bedeutet, dass Sebastian Münster am Himmelfahrtstage 1552 verstorben ist, also am 26. Mai.

 

Verglichen wird er in der Inschrift einerseits mit dem großen jüdischen Schriftgelehrten Esra (in der Vulgata, der lateinischen Bibel-Übersetzung, in der Namensform „Esdras“) und dem bedeutenden griechischen Geographen Strabo; 

über Esra heißt es in der Encarta:

 

„Esra, Buch des Alten Testaments, das wie das Buch Nehemia von der Geschichte der Israeliten handelt. Die geschilderten Geschehnisse werden geschichtlich auf den Zeitraum zwischen 536 und 432 v. Chr. datiert. Das Werk wird Esra, einem Priester und Schreiber zugeschrieben, der nach dem babylonischen Exil zu den führenden Persönlichkeiten zählte und zur Wiederbelebung der jüdischen Religion in Palästina beitrug. Diese Epoche in der Geschichte Israels erstreckte sich vom Fall Jerusalems (586 v. Chr.) bis zum Wiederaufbau des jüdischen Staates nach 538 v. Chr. Da Esra maßgeblich zur Kodifizierung des Rechtes, z. B. der Vorschriften für die Tempelandacht, sowie zur Kanonisierung der Bibel beitrug, gilt Esra nach Moses als zweiter Begründer der jüdischen Nation.“

 

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Und über Strabo heißt es:

 

„Strabo (um 63 v. Chr. bis ca. 24 n. Chr.), griechischer Geograph und Historiker, der in Amasya in Pontus (heute in der Türkei) geboren wurde. Er reiste im Rahmen einer Expedition, die von Aelius Gallus, dem römischen Präfekten von Ägypten, geleitet wurde. Ziel der Reise war das Gebiet um den Oberlauf des Nil. Später verbrachte Strabo viele Jahre in Rom. Man weiß wenig über sein Leben, aber nach seinen eigenen Aufzeichnungen ist er von Armenien im Osten bis nach Sardinien im Westen und vom Schwarzen Meer im Norden bis zu den Grenzen Äthiopiens im Süden gereist. Von seinem umfangreichen historischen Werk in 43 Bänden, das eine Ergänzung der Geschichte des griechischen Historikers Polybios war, sind nur einige Teile überliefert. Seine Geographie, eine detaillierte Beschreibung der im Altertum bekannten Welt in 17 Bänden, ist fast vollständig erhalten. Dieses Werk enthält die erste ausführliche Darstellung Britanniens und Germaniens.“

 

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