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Schwerpunkte des Qualitätsprogramms: Mathematisch-naturwissenschaftlicher Schwerpunkt Mit dem Schuljahr 2000/01 begann in Rheinland-Pfalz das Projekt „Mathematisch-naturwissenschaftliches Profil an Gymnasien und Gesamtschulen“, bei dem das SMG von Anfang an mitgemacht hat. Die wenigen zusätzlichen Stunden, die eine Schule unabhängig von ihrer Größe für die Projektteilnahme erhält, haben am SMG gerade einmal gereicht, um in den Anfangsjahren den Physikunterricht in der Klassenstufe 5 durch eine zusätzliche zweite Wochenstunde für mehr Zeit zum Experimentieren aufzustocken und mit den restlichen Stunden einen Teil des ITG Unterrichts in Klasse 6 abzusichern. In den Folgejahren wurde das Naturwissenschaftliche Profil weiter ausgearbeitet, was unter Anderem auch durch die Änderung der Stundentafel und das neu eingeführte Fach Naturwissenschaften in den Klassenstufen 5 und 6 beeinflusst wurde. Hierdurch wurde zum einen der ITG-Unterricht abgeschafft, wobei die Inhalte nicht gestrichen, sondern in den Fachunterricht verlagert wurden. Dies ist im Methodenkonzept unserer Schule festgeschrieben. Zum Anderen wurde zur Breitenförderung im Bereich der Naturwissenschaften in den Klassenstufen 7 und 9 das naturwissenschaftliche Praktikum eingeführt. Das Praktikum findet in den Jahrgangsstufen 7 und 9 an jeweils 4 Nachmittagen im Schuljahr statt und hat das Training des fächerverbindenden, experimentellen Arbeitens in Physik, Chemie und Biologie als Ziel. Darüber hinaus hat sich die Schulgemeinschaft an Erfolge in Wettbewerben wie „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ längst genauso gewöhnt, wie an die jährliche „NaWi-Woche“, den Mathematik-Wettbewerb GrübelEi, an naturwissenschaftliche Exkursionen und Vorträge, an eine veränderte Aufgabenkultur und grafische Taschenrechner im Mathematikunterricht und vieles mehr. Erst dank des großen Engagements der Fachlehrerinnen und Fachlehrer, die diese Aktivitäten ins Leben gerufen und fest etabliert haben, wird der mathematisch-naturwissenschaftlich Schwerpunkt lebendig und nach außen wahrnehmbar. Jugend forscht / Schüler Experimentieren Neben zahlreichen Platzierungen und Sonderpreisen für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhält das SMG auf dem Wettbewerb Jugend forscht / Schüler experimentieren seit Jahren regelmäßig Schulpreise für die hohe Zahl an angemeldeten Arbeiten. Dies ist den vielen Schülerinnen und Schülern zu verdanken, die bereits ab der 5. Klasse auf altersgerechtem Niveau ein ausgewähltes Thema erforschen. Zum Beispiel: „drahtlose Energieübertragung“, „Kohlenstoffdioxid-Ausstoß von wirbellosen Tieren im Verhältnis zum Gewicht“ oder „Fallende Butterbrote: Butterseite Ja oder Nein?“. Interessierte Schülerinnen und Schüler werden in der AG Schüler experimentieren von mehreren Lehrkräften betreut und erhalten dort Unterstützung von der Themenfindung bis zur Vorbereitung auf den Wettbewerb. NaWi – Wochen Seit 2002 gibt es am SMG in jedem Jahr eine „NaWi-Woche“, üblicherweise in der Woche vor Pfingsten. In dieser Woche soll die Schwerpunktbildung nach außen und nach innen besonders deutlich sichtbar werden. In der Regel gehören Fachvorträge mit Themen wie „Kann man Atome sehen?“ genauso dazu, wie Ausstellungen, Exkursionen, Workshops und Einblicke in das Berufsleben von Naturwissenschaftlern. Neben vielen Aktionen einzelner Klassen und Kurse gibt es langjährig etablierte Bestandteile der NaWi-Woche wie die Fahrten der 6. Klassen ins Mathematikum nach Gießen und die Informatik-Workshops mit wechselnden Themen wie „Linux“ oder „Netzwerke“, die von Auszubildenden von IBM für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 gestaltet werden. Jährlich besuchen einzelne Klassen und Kurse das Schülerlabor der Uni Mainz und den Frankfurter Zoo. Oft überraschen besondere Aktionen wie der Wettbewerb „Zu Lande, zu Wasser und in der Luft“, an dem ca. 100 Schülerinnen und Schüler aus den Klassen 9-11 freiwillig teilnahmen und Wasserraketen, Solarboote, Mausefallenautos und Wurfmaschinen gebaut haben. Ein ähnliches Highlight war die Präsentation der selbstgebauten Anlage, bei der nach einer Reihe von Kettenreaktionen à la „Crazy Machines“ ein kleines Feuerwerk ausgelöst wird. Und die Mathematik lebt doch... Der Mathematikunterricht in Deutschland verändert sich, das ist auch eine Folge der Diskussion über die Ergebnisse der TIMS- und PISA-Studie. Die Aufgaben werden offener und vielseitiger, es wird stärker darauf geachtet, wie man Grundwissen sichern und Fachgebiete verzahnen kann, und moderne Technologien werden genutzt. All dies gehört längst zur Konzeption des Mathematikunterrichts am SMG, denn diese Entwicklung hat an unserer Schule sehr frühzeitig begonnen. Die veränderte Übungs- und Aufgabenkultur findet sich auch im Lehrbuch „Neue Wege“ wieder. Durch die langjährige Teilnahme am Modellprojekt SINUS erhalten wir dabei regelmäßig Anregungen von außen und tauschen unsere Erfahrungen mit Lehrerinnen und Lehrern anderer Schulen aus. Die Einführung grafischer Taschenrechner ist ein weiteres Kennzeichen für die Veränderungen im Fach Mathematik. Dass sich der Einsatz dieser Rechner auszahlt, hat das Modellprojekt TIM gezeigt, an dem auch zwei Klassen des SMG teilgenommen haben. Die wissenschaftliche Auswertung von TIM durch die TU Darmstadt zeigt, dass Schülerinnen und Schüler mit Unterstützung der grafischen Taschenrechner überdurchschnittliche Lernzuwächse erzielen. Darüber hinaus haben die beiden Klassen des SMG besonders gut abgeschnitten, was für die Gesamtkonzeption unseres Mathematikunterrichts spricht. Als besonderes „Extra“ am SMG ist noch der Mathewettbewerb GrübelEi für Klasse 5/6 zu erwähnen, den es nur an dieser Schule gibt. An den interessanten Knobelaufgaben haben längst nicht nur Schülerinnen und Schüler Freude... Naturwissenschaftliches Praktikum Seit dem Schuljahr 2007/2008 gibt es am SMG das naturwissenschaftliche Praktikum: An vier Nachmittagen im Schuljahr arbeitet jede Klasse der Jahrgangsstufe 7 und 9 an fächerverbindenden Themen aus der Biologie, Chemie und Physik. Schwerpunkt dabei ist das Experimentieren. Die Schülerinnen und Schüler führen in kleinen Gruppen Versuche durch und erarbeiten sich mit Hilfe der Ergebnisse Antworten auf Fragen aus den drei Naturwissenschaften. Da die Experimentiernachmittage in Halbklassen durchgeführt werden, ist eine optimale Betreuung durch die Lehrkräfte gewährleistet. Ziel des Praktikums ist es, die Experimentiererfahrungen der Schülerinnen und Schüler auszubauen, ihnen die Möglichkeit zu geben, an projektartigen Fragestellungen zu arbeiten ohne an den 45-Minuten-Rhythmus der Schulstunden gebunden zu sein und ihnen die fächerverbindenden Aspekte der Naturwissenschaften aufzuzeigen. Darüber hinaus haben die behandelten Themen einen starken Alltagsbezug, so dass sich das Lernen „lohnt“. Die Themen für die Jahrgangsstufe 7 sind „Messen und Auswerten“ (Biologie, Physik, Chemie), „Das geht unter die Haut“ (Biologie, Chemie), „Schwimmer oder Nichtschwimmer“ (Physik, Chemie) und „Dem Täter auf der Spur“ (Biologie, Chemie). Die Themen der Klasse 9 sind: „Kohlenstoffdioxid“ (Chemie, Biologie), „Fliegen“ (Physik, Biologie), „Ernährung“ (Biologie, Chemie) und „Leistung und Fitness“ (Physik, Biologie und Sport) verbunden mit Experimenten an Geräten eines örtlichen Fitnessstudios. Informatik Seit einigen Jahren wird in der Klassenstufe 9 neben den 3. Fremdsprachen auch Informatik als Wahlfach angeboten. Dieser wichtige Teilbereich unseres Schwerpunkts kann in der Oberstufe als Grund- oder Leistungskurs (im Rahmen einer ausreichenden Schülerzahl) fortgeführt werden. ...und ein Blick in die Kristallkugel Ab dem Jahr 2012 wird das SMG voraussichtlich auch die Räume der ehemaligen Realschule im Schulzentrum übernehmen. Welche Möglichkeiten sich für die Fachschaften aufgrund der dann endlich ausreichenden Zahl von Fachräumen ergeben, ist noch nicht abzusehen… (Stephan Damp und Dr. Roland Weber, 2008; aktualisiert von Lars-Patrick May 2011)
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